Spektakuläre Führung nach Rungholt

Meier Mertens Steensen Newig

Meier Mertens Steensen Newig

Am 06. August fand eine Führung nach Rungholt unter prominenter Beteiligung statt. Prof. Dr. Jürgen Newig, stellv. Vorsitzender der Archäologischen Gesellschaft Schleswig-Holstein, Dr. Dirk Meier, bekannter Buchautor und Archäologe, sowie Prof. Dr. Thomas Steensen der Direktor des Nordfriisk Instituut machten sich mit vielen Gästen auf dem Weg zu den Kulturspuren von Rungholt.

Krug

Krug

Die drei Experten beteiligten sich mit sehr kompetenten Sachvorträgen. Mit ihrem fundierten Wissen haben sie den Besuchern ein eindrucksvolles Bild von den Geschehnissen der damaligen Zeit vermittelt.

Ein siebenjähriger Junge hatte dann das enorme Glück, einen Teil eines verkorkten Kruges mit einem eingearbeiteten Symbol zu finden. Prof. Dr. Newig barg den kostbaren Fund und identifizierte ihn als Teil einer sogenannten Bartmännchen-Flasche. Sie war im 17. Jahrhundert mit dieser Art Muster sehr verbreitet. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür , dass sie von einer Siedlung stammt, die möglicherweise 1634 untergegangen ist. Eine ähnliche Flasche wird von Peter Hartmann in seinem Buch „Keramik des Mittelalters und der frühen Neuzeit aus Nordfriesland“ abgebildet. „Solch eine Flasche wurde auch in dieser Gegend gefunden, aber es gab keine Erkenntnisse zum Alter,“ so Prof. Dr. Newig. Der Fund wirft einige interessante Fragen auf, denn bisher ging man davon aus, das Rungholt nur bis 1532 besiedelt war.

Musiker

Musiker

Drei Teilnehmer hatte Gitarren dabei. Als die „Rungholt-Musiker“ krönten sie die ereignisreiche Wattwanderung nach Rungholt, in dem sie auf den Gräben Musik erklingen ließen. Sie bereiteten den zahlreichen Zuhören einen riesigen Spaß, denn mit ihrem literarisch-musikalischen Beitrag haben sie die Geschichte um die 1362 untergegangene Ortschaft harmonisch abgerundet.

Robert Brauer empfing die Gruppe und viele saßen mit ihm noch im Op de Diek bei einem Pharisäer beisammen. Dort wurde die Wanderung diskutiert und den Musikern zugehört, die zur Freude aller Anwesenden noch eine Zugabe spielten.

Spiegel-Online veröffentlichte dann Montag einen Beitrag über Rungholt als „mythisches Reiseziel“ mit Fotos von uns.

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