Die Leuchtürme von Nordstrand

Die nordfriesische Insel Nordstrand hat seit 2009 am Hafen Strucklahnungshörn diesen kleinen, entzückenden Leuchturm. Dieser ist der einzig bemannte Leuchtturm Nodfrieslands und tut seinen Dienst als Wetterschutz für die Kassierer der Pellwormer Fähre.

Bei gutem Wetter kann man auf Nordstrand mindestens sechs Leuchttürme sehen. Unter anderem Amrum, Pellworm, Westerhever und Hörnum! Das ist für eine Nordseeinsel ungewöhnlich. Die Leuchttürme von Pellworm, Westerhever und Hörnum sind übrigens baugleich.

Pellworm

Der 41 m hohe Leuchtturm wurde 1907 erbaut. Die Segmentbauweise, die bei diesem wie auch bei den Leuchttürmen von Westerhever und Hörnum angewandt wurde, nennt man „holländische Art“.

265° W 9,5 km

Seit 1977 wird er fernbedient. Besichtigung: Nur an Werktagen! Tourist- Information- Pellworm, Uthlandestr. 2, 25849 Pellworm Tel.: 04844 189 40

Pellworm

Westerhever 

Der Leuchtturm wurde seit 1906 erbaut und erst zwei Jahre später in Betrieb genommen. Er besteht aus 608 miteinander verschraubten gußeisernen Platten, die allein 150 Tonnen wiegen. Er hat eine Höhe von 41,5 m. Der letzte Leuchtturmwärter verließ 1979 den Turm.

218° SW 18,6 km

Besichtigungen: Tourismusverein Westerhever – Poppenbüll, 25881 Westerhever. Tel.: 04865 12 06 Der Leuchtturm ist leicht an seinen zwei Wärterhäuschen zu erkennen.

Westerhever

Als kleine Einlage sei ein Blick vom Amrumer Leuchtturm gestattet, der bisweilen auch nachts zu besichtigen ist. Man kann von dort oben nur Westerhever sehen. Pellworm nicht, da dieser nicht in Richtung Amrum strahlt.

Westerhever von Amrum

Amrum

Der Leuchtturm wurde 1875 erbaut und ist 42 m hoch. Er ist der erste deutsche Leutturmbau in Nordfriesland und besteht auch aus vorgefertigten Gusseisenteilen. Besichtigung: Kurverwaltung Amrum.

296° W / NW 32,9 km

Leicht zu erkennen, wenn man auf der Deichkrone steht Er blinkt ganz knapp über den Horizont von Pellworm. Als Orientierung dient das kleine Wäldchen (die Vogelkoje!), dass man mit bloßem Auge gut erkennen kann.

Amrum

Hörnum

Alle Leuchttürme auf Sylt sind dänisch, bis auf den 1907 erbauten Hörnumer. Der Turm ist 34 m hoch und beherbergte bis 1930 die Schule des Ortes. Zwei Unterfeuer hat sich die See schon geholt, 2008 ist sie beim stillgelegten Dritten dabei.

Hörnum
Hörnum ist bei guter Sicht auf der Deichkrone beim Norderhafen mit dem Feldstecher hinter dem Horizont schwach an seinem charackteristischen zwei Mal Leuchten zu sehen. Sie blicken mit dem Fernglas von der Deichkante Pellworm vier Warften nach rechts. Es ist die Mayenswarf auf Langeness, an den zwei Gebäuden zu erkennen, rechts daneben blinckt das Lichtzeichen.

Hörnum
Hörnum

 

Loran-C Station Sylt

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning betrieb auf der Insel Sylt, in Puan Klent von 1989 an einen Funknavigationssender für den Nordatlantik. Die Loran-Station Sylt (Long Range Navigation) wurde 1963 von der United States Coast Guard (USCG) errichtet, um den Transportweg von den USA nach Europa zu sichern. Am 31.12.2015 um 11:00 Uhr wurde der Betrieb endgültig beendet.

Loran-C Sender arbeiten weltweit auf einer einheitlichen Trägerfrequenz von 100 kHz, weshalb es auch Langwellennavigationsverfahren genannt wird. Loran-C ist gebietsweise in Ketten mit je einem Hauptsender und bis zu 5 Nebensendern organisiert. Weltweit arbeiten im Moment 60 Sender in 25 Ketten. Die Sender arbeiten mit einer Leistung von 10 kW bis zu 2 Megawatt und erzielen damit Reichweiten von mehreren tausend Kilometern.

Loran-C Station Sylt

Föhr

Das Wyker Quermarkenfeuer Ölhorn wurde 1953 auf Föhr erbaut. Ab 1980 war der Leuchtturm ferngesteuert. Die Höhe beträgt 8 Meter und die Lampenhöhe 10 Meter. Das Quermarkenfeuer ist weiß – rot mit einer Dauer von jeweils 15 Sekunden. Die Reichweite des Leuchtfeuers beträgt 13 Seemeilen (weiß) und 10 Seemeilen (rot).

 

322° NW 26,5 km

Langeness

Der Leuchtturm Nordmarsch auf der Hallig Langeneß steht unter Denkmalschutz und befindet sich am westlichsten Ende der etwa 10 km langen Hallig. Der runde Ziegelturm dient als Quermarke für das Fahrwasser „Süderaue“. Das Orientierungs- und Quermarkenfeuer ist seit 1902 in Betrieb und wurde ab 1960 elektrisch betrieben. Die Höhe  ist 11 m, die Feuerhöhe 13 m und die Tragweite weiß 14 Seemeilen und rot 11 Seemeilen.

305° NW 22km